Photoaktiv

gegen Stickoxide

Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO2), gemeinsam häufig als NOx bezeichnet, sind für Mensch und Tier schädliche Stoffe in der Atemluft. Beide rühren zu einem erheblichen Teil aus der Industrie und vom Autoverkehr her. Beim Stickstoffdioxid stammen innerstädtisch 60 bis über 90% aus dieser Quelle.

Stickoxide werden photokatalytisch zu Nitrat umgewandelt.

Das Stickstoffmonoxid aus Autoabgasen wird in der Luft rasch zu Stickstoffdioxid oxidiert und trägt damit unmittelbar zur Vermehrung dieses für Mensch und Tier schädlichen Stoffes bei. Seit Januar 2010 beträgt der zulässige Jahresmittelwert an Stickstoffdioxid (NO2) maximal 40 μg/m3 Luft, der Stundenmittelwert darf pro Jahr nur 18-mal einen Wert von 200 μg/m3 Luft überschreiten. Alle Kommunen sind gesetzlich aufgefordert, dies nachzuweisen. Werden die Grenzwerte überschritten, sind entsprechende Luftreinhaltepläne zur Reduzierung der Immissionen aufzustellen.(1) Derzeit haben ca. 140 Städte in Deutschland solche Pläne aufgestellt und mussten trotz Einführung verschiedenster Maßnahmen, wie der Umweltzonen zur Reduzierung der Stickoxide, die Erfahrung machen, dass die geforderten Grenzwerte vielerorts nach wie vor überschritten werden. Das Umweltbundesamt geht davon aus, dass die Grenzwerte auch in nächster Zukunft insbesondere in innerstädtischen Bereichen mit einem gewissen Verkehrsaufkommen wohl nicht eingehalten werden können.

An mehr als der Hälfte der städtischen, verkehrsnahen Stationen welche durch die Landesanstalten für Umwelt untersucht wurden, lagen im Jahr 2009 die NO2 Jahresmittelwerte über 40 μg/m3. Im Vergleich zu den Vorjahren war die NO2-Belastung 2009 nahezu unverändert.(2)

gegen Schadstoffe

Durch photokatalytische Systeme werden neben Stickoxiden auch viele weitere Schadstoffe abgebaut. Die hohe Wirksamkeit wurde an folgenden Einzelstoffen überprüft: Stickstoffdioxid (NO2), Stickstoffmonoxid (NO), Schwefeldioxid (SO2), Ammoniakgas (NH2), Kohlenmonoxid (CO), VOC (Benzol, Toluol etc.), organische Chloride, aromatische Polykondensate, Acetataldehyd und Formaldehyd. Sogar Fette und Essigsäuren werden photokatalytisch abgebaut.

 

für saubere Oberflächen

Neben den Schadstoff abbauenden Wirkungen zeigen sich auf den mit photokatalytischem TiO2 ausgerüsteten Baustoffoberflächen auch selbstreinigende Wirkungen. Durch Photokatalyse werden auch organische Stoffe zersetzt und vom Regen abgewaschen. Moose, Flechten und Algen haben deshalb keine Chance auf den photoaktiven Baustoffoberflächen. Dies kann eine lohnenden Überlegung für die Wahl eines Produktes unter dem Gesichtspunkt der Werterhaltung sein.

Neben Stickoxiden werden auf unseren photoaktiven Baustoffoberflächen auch sonstige Luftschadstoffe durch photokatalytische Wirkung abgebaut.

 

(1) (Richtlinie 2008/50/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. Mai 2008 über Luftqualität und saubere Luft für Europa / BImSchG, 39. BImSchV‚ Verordnung über Luftqualitätsstandards und Emissionshöchstmengen vom 2. August 2010).

(2) Umweltbundesamt (Hrsg.): Auswertung der Luftbelastungssituation 2009 Dessau-Roßlau, 19. Januar 2010 (http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3895.pdf).

 
 

Initiative photoaktive Baustoffe | Auf der Pirsch 34, D-67663 Kaiserslautern | T +49.631.3103516, F +49.631.31090487